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Jede natürliche Bewegung von Luftteilchen heisst Wind!

Verantwortlich für die Bewegung ist die Sonneneinstrahlung. Ohne Sonne gibt es keine Temperaturunterschiede, keine daraus resultierenden Druckunterschiede, keine Auf- und Ab- und keine Hin- und Herbewegung der Luftteilchen. Temperaturunterschiede werden aber auch durch die Phasenveränderung der Luft, genauer gesagt z.B. des Wassers in der Luft, hervorgerufen. Wasser existiert als Dampf, als Flüssigkeit und als Festkörper (Eis).Bei einer Zustandsänderung wird entweder Wärme frei oder es wird Wärme benötigt, was wiederum zu örtlichen Temperaturänderungen führt und letztlich auch zu einer Teilchenbewegung.

Zur Nutzung durch Windanlagen muss die horizontale Windgeschwindigkeit gemessen werden. International wird standardmässig in 33 Fuss Höhe über Grund gemessen. Für Windrotoren sollte man aber direkt in der geplanten Nabenhöhe messen, da die örtlicheWindgeschwindigkeit mit der Höhe zunimmt. Gemessen wird z.B. mit dem althergebrachten Schalenkreuzanemometer (im Bild ein Gerät mit mechanischem Zählwerk) und zwar auf Zehntel genau in Meter je Sekunde.

Für einen bestimmten Standort sind neben den aktuellen Winddaten auch die Windhäufigkeiten interessant,wobei die hohen Windgeschwindigkeiten ebenso wie die Windflauten wichtig sind. Gemessen werden sollte ausserdem möglichts über ein ganzes Jahr um besonders in unseren Breiten den jahreszeitlichen Einfluss mitzuerfassen. Im Herbst und im Frühjahr kommen bei uns Stürme häufig vor.

Für die Standortbeurteilung ist aber auch die topographische und die Oberflächen- Struktur der Landschaft von Interesse. Wie ist das Gelände modelliert, wie sind die Berge und die Täler angeordnet, wo existieren Hangkanten oder Strömungs- Verwirbelungselemente. Welche natürlichen (z.B. Waldkanten, Buschreihen) und welche künstlichen Hindernisse (z.B. Einzelbauwerke, Siedlungsränder) liegen wo und wie weit vom geplanten Aufstellungsort entfernt. Dies zu wissen ist wichtig für eine Aussage zur Energieausbeute aber auch für eventuelle Lärmbelästigungen der Mitmenschen.

Für viele Gebiete in Österreich und auf der Welt existieren mehr oder weniger genaue Windkarten. Damit sind grobe Vorabinformationen zu Standorten möglich. Diese Karten ersetzen aber niemals die direkten Messungen vor Ort. Zunächst können diese Karten als Aufstellungs- und Bezuschussungsunterlage verwendet werden, meistens verlangen die Genehmigungsbehörden aber die Erstellung eines Windgutachtens.

Die Energieausbeute von windnutzenden Anlagen steht und fällt mit dem Windangebot und damit steht oder fällt auch die Wirtschaftlichkeit, d. h. die Amortisation der Investition.

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Insolar Solartechnik